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beatled

unregistriert

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19.08.2012, 17:44

Single sein

Seit einiger Zeit lebe ich als Single. Und dies gewollt. Irgendwie blühe ich mehr auf. Fühle mich mit meiner Unabhängigkeit wohler. Dies ist für viele Leser wahrscheinlich schwer nachvollziehbar.
Meine Kindheit und Jugend waren schon nicht Standard. Ich war häufig allein oder plauderte mit Müttern aus der Nachbarschaft oder schaute ihnen bei der Hausarbeit und beim Kochen zu. Kein Fussballspielen oder ähnliches.
Mit der frühen Jugend dann die Mädchen, mit denen ich die Freizeit verbrachte. Der Beginn des Stylings. Schminken etc. Mit den Mädchen ging dies okay. Ich gehörte zu ihnen. Dann das sexuelle Bedürfnis nach Männern.
Als Student war ich überfleissig und verpasste viel vom Leben. Zudem viel im Ausland. Erst nach dem Studium fand ich zur Ruhe zurück und zu einer ersten, festen Beziehung zu einem Mann.
Diese erste Beziehung dauerte einen Sommer lang (wir lernten uns im Freischwimmbad Zürich-Seebach kennen). Danach nur flüchtige Liebschaften. Und irgendwann die Bombe: Ein Mann mit dem ich viele, glückliche Jahre lang alles teilte.
Man lebt sich mit den Jahren jedoch auseinander. Dass man sich so als Konsequenz ohne Streit von einander trennt, kann man als Vor- oder Nachteil einer schwulen Beziehung ohne Obligationen ansehen.
Ich sehe es positiv. Ehrlichkeit vor sich selbst geht vor. Und man muss sich ja nicht Feind sein. Ich sehe ihn noch heute mindestens einmal pro Woche.
Nach dieser für mich wichtigen Epoche wieder eher belangloses Zeug. Deshalb habe ich eine Ruhephase eingeschaltet.
Ich komme damit gut zurecht. Habe wieder mehr Kontakt zu Frauen. Natürlich nicht auf sexueller Ebene. In der Schwulenszene lasse ich mich nicht auf den erst Besten ein.
Da bin ich wählerischer geworden oder besser ausgedrückt, vorsichtiger. Vielleicht habe ich schon zu viel erlebt und muss nicht mehr jedes Spielchen mitmachen. Je älter ich werde, desto ruhiger und gelassener werde ich.