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beatled

unregistriert

1

11.10.2014, 15:48

Mitmenschlichkeit

Dieser Beitrag ist möglicherweise für manche Leser etwas abstrakt.

Ich liebe Mode, Make up, ein perfektes Aussehen, kochen und essen. Alles Sachen, die auf mich fokussiert sind.

Natürlich lasse ich zumindest bei den kulinarischen Genüssen aus meiner Küche Freunde daran teilhaben. Meine Freunde könnten sich auch ohne mich gut ernähren. Mit Michele, meinem Wohnpartner, stimme ich das natürlich ab.

Dies reicht mir jedoch nicht.
Weil ich mehr gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen möchte, engagiere ich mich sehr stark für Asylanten.

Das sind Leute, die auf der untersten Stufe unserer Gesellschaftshierarchie leben. Wirklich unterste Stufe. Von der Polizei gegängelt. Kaum finanzielle Mittel. Arbeitsverbot.

Diesen Leuten kann man durch vieles helfen. Ihnen zeigen, wie unsere Welt funktioniert. Sie sprachlich etwas integrieren. Administratives für sie erledigen, das sie nicht verstehen.

Kochen können sie selber. Jedoch Zutaten wie ein gutes Huhn, Gewürze oder andere Sachen, die nicht ganz billig sind, können sie gebrauchen.

Natürlich könnte man sagen, um Asylanten soll sich der Staat kümmern.

Das sehe ich anders. Obwohl wir die Asylanten nicht gerufen haben, sollen sie wie Menschen behandelt werden. Sie sind Nachbarn.

Verliert nie eure Mitmenschlichkeit. Trotz Beruf. Egoismus führt euch nicht zu eurem Glück. Es kommt von diesen Leuten viel Positives zurück.


2

12.10.2014, 03:15

Finde ich gut, das du dich so für die Menschen einsetzt! Man sollte generell immer schwächeren helfen. So sollte es eigentlich sein, aber leider wird heutzutage noch auf die schwachen gern mal drauf gehauen, dann nimmt das ganze einen schlechten Lauf und die ersten machen dinge, die sie sonst vielleicht nicht getan hätten. Ist doch klar das so manche dann von ihrem Weg abkommen und die Medien wieder so einiges an Futter haben..

3

12.10.2014, 13:52

mal ein großes Lob an dich beatled, dass du dir auch in diesem Bereich Gedanken machst und dich für schwächere und mittellose Menschen einsetzt!
Ich finde es deswegen umso beeindruckender, da du von vielen gerade wegen deinem äußeren Erscheinungsbild und der Art wie du auftrittst womöglich
eher egozentrisch und oberflächlich eingestuft und betrachtet wirst, doch hier sieht man eben auch, dass mehr hinter einer 'Fassade' stecken kann, top!


4

12.10.2014, 15:44

Es ist nie verkehrt einem "schwächeren" zu helfen. Egal in welcher Situation. Ich finde es unerträglich, dass in unseren Breiten der Neid-Stammtisch so großen Zulauf bekommt. Dieses "den anderen schiebt man es in den Hintern und wir müssen alles bezahlen" geht mir tierisch auf den Keks! Jedem HartzIV-Mitglied (das ist nicht einfach, ich will auch nicht mit ihnen tauschen müssen) geht es besser als von Krieg- und Gewalt verfolgten Menschen, die um ihr Leben (vor wem auch immer) fürchten müssen.

beatled

unregistriert

5

17.10.2014, 18:32

Katholische Kirche

Die katholische Kirche prägte meine Kindheit und Jugend stark. Weniger wegen meiner Eltern. Sie besuchten kaum je eine Messe. Und Religion war nie ein Thema in unserer Familie. Oder wenn, dann höchstens negativ. Meine Eltern wollten oder wollen jedoch trotzdem mit dem letzten Segen eines katholischen Pfarrers begraben werden. Mein Vater ist bereits tot und hat diesen Segen erhalten.

So mit 25 bin ich offiziell aus der katholischen Kirche getreten. Sie ist für mich als Schwuler zu realitäts- und lebensfremd. Es war für mich kein einfacher Entscheid.

Als katholisch geprägter Mann hat man in Sache Styling Vorteile. Man sieht die Welt relativer, den wirtschaftlichen Erfolg weiter hinten und wagt deshalb optisch mehr mit sich.

Ich hatte euch geschrieben, dass ich Asylanten in administrativen und behördlichen Fragen helfe. Dies hat organisatorisch keinen direkten Connect zur Kirche. Natürlich ist die Caritas in diesem Programm involviert. Jedoch im Hintergrund.

Nun startet meine lokale, städtische Kirche im nächsten Jahr ein Programm, das "Wegbegleitung" heisst. Dieses Programm ist anspruchsvoller als das gegenüber Asylanten. Familiäre Probleme, Vereinsamung etc. kommen zu den finanziellen oder administrativen dazu.

Innerlich möchte ich mich als Begleiter melden. Sich jedoch mit betont kirchlichen Leuten auseinandersetzen? Die Kirche wäre der Auftraggeber.

Je komplexer unsere Gesellschaft wird, desto mehr Opfer gibt es, die es nicht schaffen mitzukommen.

Insofern sollte ich mich engagieren. Auftraggeber hin oder her. Wenn man Secondos oder seit Ewigkeiten hier lebenden Familienstämmen helfen kann, ist dies gleich wertvoll wie Asylanten. Jedoch ist dies deutlich anspruchsvoller als bei Asylanten. Die Probleme sind komplexer.

Die Schweiz mag zwar statistisch als eines der reichsten Länder gelten. Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vielen Leuten beschissen geht. Vereinsamung, Familienprobleme, Verschuldung, Wohnungssuche auf dem überhitzten Markt, Unfähigkeit mit Behörden oder Administrativem umzugehen etc..

Insofern ist das Programm der lokalen kath. und ref. Landeskirchen zu begrüssen. Und unterstützenswert.

Verwendete Tags

Asylanten