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beatled

unregistriert

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01.08.2011, 19:06

Eurokrise

Ich als Konsument, der seinen Lohn in CHF erhält, kann sich an der derzeitigen Währungsmisere freuen. Andererseits kann das eine kurze Freude sein, erwirtschaften doch die meisten Schweizer Unternehmen einen grossen Teil ihres Umsatzes in Fremdwährung.

Zum Illustrieren:
EUR: Am 1.8.11: 1.12; am 1.8.10: 1.35; am 1.8.08: 1.63
GBP: Am 1.8.11: 1.28; am 1.8.10: 1.62; am 1.8.08: 2.07

Wenn ich also vor drei Jahren im Euroland einkaufte, bezahlte ich für einen Euro 1.63. Heute sind es gerade noch 1.12. Mit dem USD ist es nicht anders. Damit habe ich persönlich wenig Umsatz, deshalb habe ich ihn nicht aufgeführt.

Diese Entwicklung ist für die Schweizer Wirtschaft ein echtes Problem. Wie gesagt: Als Konsument kann man sich kurzfristig mal daran freuen. Viele Auguren prophezeien, dass der Euro bis Ende Jahr dem Schweizer Franken paritätisch sein wird.

Und die Schweizer Nationalbank kann nicht viel dagegen unternehmen, soviel Geld hat sie nun auch wieder nicht. Im letzten Jahr stützte sie den Euro noch mit Milliarden. Nachdem sie mit der Entwertung des Euros im ersten Halbjahr 2011 mehr als 11 Milliarden Verlust einfuhr, hat sie es aufgegeben. Die Eurokrise ist ein Fass ohne Boden.

Vielleicht wäre es besser den Schweizer Franken an den Euro zu binden oder überhaupt den Euro zu übernehmen. Kurzfristig wäre es sicher enorm teuer. Wenn ein so reiches Land wie die Schweiz in diesen Kreis eintreten möchte, bedeutete es mal zu zahlen. Aber ausbluten würde das Land nicht. Davon bin ich überzeugt.

Die Hotellerie merkt die Währungskrise bereits stark. Sei eine Stadt noch so schön, die ausländischen Touristen halten sich zurück.

Interneteinkäufe im Ausland werden zum Schnäppchen. Selbst Markenprodukte. Die Grenze zum umliegenden Ausland ist überall nah. Da muss man nicht in einer Grenzstadt wie Basel wohnen. Der Detailhandel merkt die Eurokrise mit Umsatzeinbussen. Das Geld wird im Euroland und nicht in der Schweiz ausgegeben. Das Ganze ist eine Spirale. Auf die Lohnverhandlungen im nächsten Herbst muss man sich als Arbeitnehmer auf alle Fälle nicht freuen.