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beatled

unregistriert

1

22.05.2011, 14:18

„Hilfe, der Tussi!“

Unter diesem Titel erschien heute in der „NZZ am Sonntag“ ein ganzseitiger Artikel von Carole Koch. Der Artikel wurde nicht etwa im Bund „Stil“ sondern im Bund „Gesellschaft“ publiziert.

Die Autorin geht der Frage nach, ob die Feminisierung der Männer eigentlich kein Ende nehme. Dabei macht sie eine Typisierung der (männlichen) Tussis: Der Hipster-Tussi, der Lackaffen-Tussi und der Label-Tussi. Allen gemeinsam: „Föhnen, stylen, schminken? <Ja, ich will>, sagt der Tussi.“

Dies ist alles nichts wirklich Neues und hier nicht speziell erwähnenswert, wenn unser Forum men-styling.com nicht explizit erwähnt worden wäre, „wo munter über Ballerinas, Schnäppchen, Selbstbräuner, Puder oder Nagellackfarben diskutiert wird“.

Wollen mal sehen, ob sich die Besucherzahl aus der Schweiz erhöhen wird.

DER Stylingtrend, den die Autorin auf uns zukommen sieht, sind farbig lackierte Nägel. Dies meint sie in NY beobachtet zu haben.

Vielleicht noch eine kurze Zusammenfassung der gesellschaftlichen Gründe, die die Autorin für die zunehmende Feminisierung der Männer verantwortlich macht:
1) Verwirrung der Geschlechter: 40 Jahre Feminismus haben die Rollen aufgemischt. Frauen tun, was Männer tun. Und umgekehrt.
2) Zunehmender Wettbewerb. Auch der Mann muss mit allen Waffen kämpfen.
3) Jung für immer: Alle werden älter, fühlen sich aber jünger. Und so will Mann auch aussehen.
4) Kommerzialisierung: Der Markt der Frauen ist ausgelotet. Jetzt kommen die Männer dran.
5) Historisch gesehen gab es immer schon Wellenbewegungen, wo sich die Männer femininer oder maskuliner zeigten. Zu Zeiten Louis XIV trugen Männer Perücken, viel Schmuck und Puder im Gesicht. Im 19. Jahrhundert der Dandy. Heute eben der Tussi.


2

22.05.2011, 16:01

Also das ist ja mal wirklich geil. Wundert mich, wieso gerade unser Forum erwähnt wurde. Unsere Community ist ja alles andere als groß. Bin gespannt, wie sich dies in den Besucherzahlen niederschlagen wird.

3

24.05.2011, 14:32

Echt klasse. Das Forum ist wirklich nicht groß jedoch klein aber fein 8)


Peter P.

unregistriert

4

31.05.2011, 11:31

Und, hat sich was an der Besucherzahl geändert??? Ist doch schön, soll sie sich mal ein bisschen ihr Köpfchen zerbrechen, warum Männer sich auch gerne pflegen und sich über so triviale Sachen wie Nagellack unterhalten! Aber selbst sich die Nägel zu lackieren ist ja jetzt nicht neu. Schauen wir uns doch mal die ganzen Punkrocker an, die lackieren sich doch schon seit Jahren die Nägel. Oder meint sie jetzt auch in knalligen Farben??

beatled

unregistriert

5

02.06.2011, 13:14

Die Autorin meint wirklich farbige Fingernägel, denke ich. Nicht schwarze wie bei Goths oder vielen anderen Männern, die sich die Nägel färben. Das ist ja eher Geschichte. Was sie jedoch genau beobachtet haben will, schrieb sie nicht. Ich denke an eher blasse Töne. Das ist zumindest hier der Hype bei Männern: Von hellem rot über lila bis helles violett. Auch perlmutt. Das sind auch die Farben, die ich im Moment an mir bevorzuge. Die dunklen Farben gefallen mir, seit ich sie mir hell färbe, nicht mehr. Diese helleren Farben wirken deutlich femininer in der Wahrnehmung der Mitmenschen als die dunklen. Dessen muss man sich klar sein. Mich schert das allerdings wenig. Ich zeige mich so, wie ich mich selber schön finde und mit mir zufrieden bin. Letzterer Punkt ist für mich entscheidend. Ich will mit mir zufrieden sein. Und das gelingt nur, wenn ich mich optisch so zeige, wie ich empfinde.

Ehrlichkeit mit sich selbst ist beim Stylen wichtig. Styling ist kein Theater. Es ist der Ausdruck seiner selbst. Das schöne daran: Die Stylingwelt ändert sich permanent. Ein Dauerjob, wenn man so will. Schlussendlich muss jedoch jeder selbst mit sich eins sein. Unabhängig vom Style. Dem einen ist sein Style enorm wichtig wie mir, dem anderen bedeuten andere Sachen mehr. So ist jeder anders. Tolerieren sollen sich beide Welten. Das sollte wichtig bleiben. Jeder soll sich in seiner Welt ausleben können, sofern er damit nicht andere Mitmenschen beeinträchtigt oder gar in irgendeiner Form verletzt.


Dan81

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6

08.06.2011, 12:29

@beatled

Du sprichst mir vollkommen aus der Seele. Jeder von uns ist individuell und sollte sich nach Aussen so zeigen, wie er fühlt bzw. empfindet. Man sollte seinen Style nicht deswegen ändern, nur weil es in den Medien wieder heißt: "Das ist out und das ist in". Ich will mich schließlich in meiner Haut wohlfühlen. Und so geht es bestimmt jeden von uns.

Und mit dem Thema Toleranz hast du auch zu 100% vollkommen recht. Es müssen sich beide Seiten tolerieren. Was den anderen gefällt muss ja nicht mehr gefallen und umgekehrt.

Wie heißts so schön: "Leben und leben lassen".