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20.12.2010, 15:06

Hauskauf

Hallo,
Endlich haben sich mein Freund und ich dazu entschlossen, ein Haus zu bauen. Wir wissen auch schon wo. Aber wir wollten uns erst noch einige Informationen aneignen bzgl. der Kreditaufnahme . Bisher habe ich mich hauptsächlich hier über Finanzierung etc. informiert. Hat jemand von euch noch Tipps, auf was man achten sollte? Wie lange habt ihr gebraucht, um den Kredit abzuzahlen? Sollte man bei der momentanen Wirtschaftslage überhaupt Kredite aufnehmen???
Gruß Kai

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Styla« (12.01.2011, 19:29)



beatled

unregistriert

2

20.12.2010, 20:29

Ich bin der völlig falsche, der dir antwortet. Eigentlich sollten dies deine deutschen Kollegen tun. Ich wohne nicht einmal im EU-Raum.

Zu deiner generellen Frage, ob man Kredite aufnehmen soll, gilt wohl international: Nehmt nie einen Kredit für Konsumgüter (Autos, Elektronik, Ferien etc.) auf. Entweder kann man das Zeug bezahlen oder man lässt es bleiben.

Bei Anlagen wie Liegenschaften ist das etwas ganz anderes. Hier sollte man sich einfach bewusst sein, dass die heute extrem tiefen Zinsen in einigen Jahren wieder deutlich höher liegen könnten. Ein genügend hohes, regelmässiges Einkommen, dass man auch fünffach so hohe Schuldzinsen wie die heutigen bezahlen kann, sollte man besitzen.

Zur Wirtschaftslage: Wenn du beruflich nicht in einer gefährdeten Sparte tätig bist, wäre ich nicht zu pessimistisch. Mit einem Hauskauf bindet man sich jedoch geografisch. Dies kann zu einem Problem führen, wenn man gezwungen ist den Arbeitsort zu wechseln. Deshalb möglichst zentral gelegene, gut erschlossene Wohnlagen wählen. Diese Wohnlagen behalten auch in Krisenzeiten ihren Wert.

Ich bin zwar beruflich in der Finanzwelt tätig, kenne jedoch den deutschen Markt überhaupt nicht. Sei es der Liegenschaftenmarkt, die Bankusanzen oder die steuerrechtlichen Seiten.

3

12.01.2011, 19:53

...also sowas ist immer schwer zu pauschalisieren, da das bauen ja individuell verschieden ist. freunde von mir haben auch gerade ihr eigenheim aufgezogen und da kamen einige sachen auf sie zu, die sie nicht bedacht haben. ich denke sich in einem forum zu infomrieren ist da nicht der richtige weg! es gibt aber doch etliche finanzberater, bauberater, die dir da zur seite stehen. aus langeweile habe ich mal etwas rumgegooglet und bin dabei hierauf gestoßen: thema baufinanzierung. vlt. ist es ja nützlich für dich/euch?! viel erfolg beim bauen!;)


4

12.01.2011, 23:23

Ich habe vor 10 Jahren gebaut, und würde es heute wieder tun. Natürlich, die geografische Bindung sollte Euch bewusst sein. Und es ist ein Abwägen, was besser ist: langfristige Zinsbindung zu den derzeit günstigen Konditionen, oder kurzfristig und in 5 Jahren umschulden? Den richtigen Rat gibt es nicht, das ist Spekulation. Haltet Euch in jedem Fall vorzeitige Rückzahlungen offen, damit Ihr umdisponieren könnt!

beatled

unregistriert

5

17.03.2011, 21:04

Eigentlich wollte ich auf den heutigen Beitrag von Alex antworten. Aus unerfindlichen Gründen hat er ihn gelöscht. Trotzdem eine Replik, obwohl das Thema mit Styling nichts zu tun hat.

Da wir hier viele junge Teilnehmer haben, möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass man für Konsumgüter wie Autos, Ferien etc. nie einen Kredit aufnehmen sollte.

Bei Krediten für Liegenschaften, hier in der Schweiz Hypotheken genannt, sieht natürlich die Deckung (Sicherheit für den Kreditgeber) anders aus. Üblicherweise dient das Grundpfand (die Liegenschaft und das dazu gehörende Land) als Deckung.

Bei den schweizerischen Kreditinstituten gilt beim Neuerwerb üblicherweise folgende Regel: Mindestens 20 Prozent Eigenfinanzierung, bis 80 Prozent Fremdkapital.

Bei den Kreditformen gibt es grundsätzlich drei Produkte, die man mischen kann.

Variable Hypothek: War lange der Standard, heute nicht mehr. Da kann die Bank den Zins je nach Marktverhältnissen anpassen. Natürlich mit entsprechend langer Ankündigungsfrist, so dass man den Vertrag lösen könnte. Vorteil: Man kann beliebig viel amortisieren (zurückzahlen und somit die Schuld tilgen).

Festhypothek: Mit den tiefen Zinsen zur Zeit der Renner. Man hat da für eine Zeitdauer von zwei bis zehn Jahren (je nach Vertrag) einen festen Zinssatz. Bei dieser Art von Hypothek kann man jedoch nicht amortisieren (also Geld zurückzahlen und somit die Schuld verringern).

Libor-Hypothek: Das ist die transparenteste Form. Da weiss man, was man für effektive Zinsen bezahlt und was die Bank für ihre Risiken und Verwaltungskosten etc. für sich einstreicht. Libor-Hypotheken sind an den Libor-Satz (London Interbank Offered Rate) gebunden und werden jedes Quartal per Stichtag angepasst. Auch hier kann man natürlich nicht beliebig amortisieren, ausser mit rechtzeitiger Ankündigung auf einen Quartalsstichtag.

Die üblichste Form ist hier zur Zeit mit den tiefen Zinssätzen: Grosser Anteil an fester Hypothek und kleiner an variabler, die man amortisieren (zurückzahlen) kann.

Jeder Kreditnehmer muss sich einfach überlegen: Wie kann oder will er amortisieren und wie viel liegt einem an einem festen Zinssatz über mehrere Jahre.

In den letzten Jahren wäre man mit der Libor-Hypothek am besten gefahren. Das muss nicht heissen, dass es in Zukunft weiterhin so sein wird.

Auf alle Fälle denke ich, dass man die Produkte mischen sollte. Nicht nur auf eines setzen. Wenn man regelmässig amortisieren kann, ist ein guter Anteil an variabler Hypothek ein Vorteil. Und die Zinsen sind tief. Für mehr Kostensicherheit sind jedoch längerfristige Zinsbindungen beruhigend.