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beatled

unregistriert

1

06.03.2010, 20:25

Braucht Styling Mut?

Weiss nicht, wie es euch in dieser Beziehung ergeht: Ich werde häufig auf mein Styling angesprochen. Meistens ist es der viele Schmuck, den die Leute (meist männliche Jugendliche oder junge Männer) irre finden. Und dann schaut man sich die Typen an. Kaum ein sichtbares Schmuckteil vorhanden. Da frage ich mich irgendwie schon, was das soll. Wenn sie es wirklich toll fänden, warum tragen sie nicht selber mehr Schmuck?
Dasselbe gilt aber auch für andere Bereiche. Finden mein langes Pony toll, die lackierten Fingernägel oder irgendwas an der Bekleidung und selber sieht man an ihnen nichts vergleichbares. Fehlt es da an Mut, sich so zu zeigen, wie man es gerne möchte? Für mich war es immer selbstverständlich, mich so zu zeigen, dass ich mir selber gefalle. Sind da wirklich noch Hemmungen vorhanden? Würde ich nicht ganz verstehen. Macht ihr auch solche Erfahrungen?

PS: Frauen, vor allem solche im mittleren Alter und kräftig aufgemacht, glotzen einem nur penetrant an. Wahrscheinlich würde ich ihnen als Spielzeug gefallen. Aber sie getrauen sich nicht. Und ich stehe nicht auf Frauen. Mache sicherlich nicht den ersten Schritt.


2

06.03.2010, 22:31

Hi

Würde sagen: eindeutig ja!
Ich sehe es ja an mir selbst. Bin nun 30 Jahre alt und war all die Jahre (bis auf wenige Ausnahmen) eher konservativ oder wie immer man das nennen könnte. Basishygiene, im Gesicht Rasiert, ab und an mal der Sack, und normale, legere Klamotten angezogen. Schmuck nur ein Freundschaftsring (LTR) und ne Armbanduhr.
Jetzt bin ich seit einem Jahr Single (nach 10 Jahren LTR) und mache seitdem auch ne Entwicklung mit.

Heute achte ich sehr aufs Äußere, lackiere mir die Nägel, benutze Kajal und Mascara, ... trage mehr Schmuck, kleide mich selbstbewusster und achte einfach viel viel mehr auf mein Erscheinungsbild. Ein Freund den ich nach langem Auslandsaufenthalt wieder getroffen hatte, fragte mich ob ich nun schwul sei oder zur Tunte mutiere? Ich hab ihn scherzhaft ausgelacht. Aber so nahm er die Veränderung innerhalb dieses Jahres war.
Für mich ist das eine stetige Entwicklung. Alles traue ich mich noch nicht, auch wenn ich es gut finde (an anderen). So geht es wohl sehr vielen. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Jetzt könnte man fragen, wovor ich denn Angst habe oder gehemmt werde?
Im Grunde wären dies ja nur die Reaktionen meiner Umwelt. Dumme Sprüche habe ich schon genügend kassiert aber im Grunde geht mir das mittlerweile am Po vorbei.
Und dennoch traue ich es mich immer noch nicht, mir mal zu einem Clubstyling die Nägel schwarz oder gold oder weiss ... zu lackieren. Ich fänds geil, je nach Outfit, aber machen tu ichs net.

beatled

unregistriert

3

07.03.2010, 21:05

Bei mir hat das Schminken und Interesse an Mode früh begonnen. Als Jugendlicher (so ab 10) habe ich mich in der Freizeit fast ausschliesslich in Mädchengruppen aufgehalten. Dies als einziger Junge. Ich wusste schon damals, dass ich anders ticke als meine männlichen Altersgenossen. Die Mädchen hatten kein Problem damit, haben nie ein Wort darüber verloren. Haben mich wie selbstverständlich aufgenommen. Die meisten waren etwas älter als ich. Sie stammten alle aus meinem Quartier und meine Mutter war froh, dass ich mich nicht irgendwo rumtrieb.
Da war es natürlich, dass ich nach solchen Nachmittagen häufig geschminkt nach Hause kam. Dass ich mir damit gefiel und stolz darauf war, spürten meine Eltern. Erst vor dem Schlafen gehen, entfernte ich jeweils das Zeug. So im 15. Altersjahr habe ich mir eigenes Schminkzeug zugelegt und ging dann auch so in die Schule. Jeden Monat die Haare anders färben und mehr oder weniger auffällige Kleider und Accessoires gehörten natürlich dazu. Mutter war da sehr grosszügig und hat mich die Sachen selber auslesen lassen und sich nicht eingemischt. Sie hat auch nie nein gesagt, wenn ich bereits nach zwei Tagen wieder etwas neues kaufen wollte. Auch beim Frisör durfte ich mir immer machen lassen, was ich wollte; sie hatte immer genug Geld mitgegeben. Das Restgeld hatte ich dann für Accessoires oder Kosmetik ausgegeben.
Mein Vater war recht eitel und hat Unsummen für seine Garderobe ausgegeben. Meine Mutter verwöhnte er natürlich auch. Somit war mein verschwenderisches Verhalten nichts aussergewöhnliches. Einzig mein älterer Bruder war da anders. Am liebsten hätte er ständig dasselbe Paar Jeans getragen. Das gab dann eher Zoff mit den Eltern.
Mut brauchte ich also nie, weil das seit meiner Jugend so gewachsen ist.


moe joe

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4

08.03.2010, 18:03

Klar braucht Styling mut wenn man nicht damit aufwägst. Wenn man immer mit der Masse mit schwimmt und dann mit einmal eine ander Richtung einschlagt; ist ganz normal das die anderen komisch gucken oder ein dummen sprüch ablassen. Den man fehlt halt auf und ist anders die Meißten, habe meiner Meinung, angst vor etwas Neuem. ich hab ein Jahr hin und Her überlegt ob ich mir die Achselhaare Dauerhaft entfernen lasse. Zwar hauptsächlich wegen den Kosten aber mir hat auc der mut gefehlt den ersten Schritt in denn Laden zu machen. inzwischen lass ich auch mein Schamhaare entfernen.

Bo war ich beim Ersten Termin aufgeregt.



Man braucht Mut anders zu seien als die anderen, und die andern haben die Angst.

beatled

unregistriert

5

08.03.2010, 21:01

Ich verstehe, was du sagen willst, Moe. Aber man kann auch zu viel Hektik machen.
Wenn man sich professionell etwas machen lässt, dann ist das der Angestellten Job. Die machen sich keine Gedanken darüber, ob Mann oder Frau. Die wollen ihr Geld verdienen. Kann sein, dass sie bei Männern vorsichtiger sind und nachfragen, ob man das wirklich so will. Aber Hemmungen sind da fehl am Platz. Das ist Business.
Der andere Punkt mit den Freunden und Bekannten. Das kann für jemanden, der plötzlich eine grosse, sichtbare Veränderung vornimmt, heikler sein. Vor allem wenn man es zum ersten Mal macht. Man wird sicherlich darauf angesprochen, aber ich kann dich beruhigen, immer im positiven Sinn. Sonst lassen sie es nämlich bleiben. Beleidigen will ja einen niemand. Die grosse Kunst dabei ist, Selbstsicherheit zu erlangen. Wenn man da unerfahren ist, wieso nicht im nächsten Urlaub sich so stylen, wie man dann zwei Wochen später zu Hause auftreten möchte? Dann hat man schon mal ein gewisses Gefühl dafür und fühlt sich selbstsicherer.