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16.05.2015, 17:52

Food Revolution Day 15.05.2015

Weit mehr als eine Million Leute haben Jamie Olivers Petition für obligatorischen, praktischen Kochunterricht an unseren Schulen unterschrieben. Ich gehöre dazu. Und dies mit Überzeugung.

Unsere Schulen entfremden sich immer mehr dem realen Leben. Lesen und das Gelesene verstehen kann ein guter Teil der Schulabgänger nicht mehr. Mathematische Basisoperationen kann das Hirn nicht mehr durchführen.

In der Schweiz kommt in Sache Sprachkompetenz die Mehrsprachigkeit dazu. Der starke alemannische Dialekt des Alltags, hochdeutsch, französisch und zu Hause möglicherweise serbisch.

Und unsere dauernd ändernden Lehrpläne machen den Kindern das Leben von Jahr zu Jahr schwieriger. Es wird nur noch abstrakter. Schwach begabte Kinder haben kaum eine Chance und Halt mehr in der Schule.

Viele Eltern und die Eltern der meisten potentiellen Problemkinder haben keine Zeit oder das Wissen dazu, was gute Ernährung wäre. Unsere Schulen bieten jedoch keinen vorbildlichen Mittagstisch an. Viele überhaupt keinen.

Praktische Lebensschulung wie kochen und dies in der Praxis, ist essentiell. Die Eltern können es zu einem guten Teil den Kindern nicht mehr vermitteln. Dies ist eine Aufgabe der Schule geworden, den sie nicht ernsthaft wahrnimmt. Reine Theorie reicht nicht. Ein Kind braucht Praxis und Geschmackserlebnisse.

In UK geht der NHS (National Health Service) davon aus, dass die heutigen Kinder wegen falscher Ernährung und Unwissen darüber weniger alt werden wird als die heutigen 50-jährigen. Dies trotz medizinischen und pharmakologischen Fortschritten, die zu erwarten sind.

Praktischer Kochunterricht bricht eine drei bis vierstündige Bresche in den Stundenplan. Zu meiner Schulzeit wurde dies hingenommen. Und der Stundenplan entsprechend konzipiert.

Kochen war nebst Geschichte mein Lieblingsfach. Und ich bin nach Jahren den Kochlehrerinnen dankbar, was sie mir vermittelt hatten: Sie gaben mir bereits als Kind mit, dass Kochen etwas sehr Relatives ist. Wenn man die Grundlagen kennt, kann man beliebig spielen. Man muss sich nicht an die zwanzig Rezepte der Mutter halten.

Nach Jahren meiner Schulzeit kaufe und lese ich viele Kochbücher, lese Blogs oder sehe mir YouTube-Filme an. BBC mit seinen tollen Food-Sendungen. Von diesen Quellen hole ich mir Inspiration. Nie ein exaktes Rezept.

Jamie Olivers Food Revolution Day hat seine Berechtigung. Das Unwissen über sinnvolle Ernährung war noch nie grösser als heute. Und der Trend geht weiter.

Im relativ armen UK ist Übergewicht das Problem der Jungen, in der Schweiz ist es eher das Untergewicht oder gar Magersucht. Beides ist nicht gesund. Ästhetisch geht bei mir zu fest besser durch.

Sprache und praktisches Wissen, wie kochen, sollten unsere Schulen besser vermitteln. Das sind wichtige Dinge für das Leben, auf das jedes Kind unabhängig der Herkunft Anspruch hat. Und die Eltern können in den meisten Fällen die Schule in diesen Fragen nicht ersetzen.

Die Bildungsreformen, geplant oder durchgeführt, benachteiligen die eh schon benachteiligten Kinder. Etwas mehr Humanität und Lebensbezug sind in der Schule dringend nötig.

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