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beatled

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12.06.2014, 12:58

Nachhaltiges Verhalten

Vor vielen Jahren (1986) gründete Carlo Petrini mit seinen kulinarischen Freunden im Piemont die Organisation Arcigola (heute Slow Food). Es ging ihnen um "buono, pulito e giusto" (gut, sauber und fair).

Die Bewegung hatte und hat enormen Erfolg. Viele Leute haben genug von der mit Medikamenten und Kraftfutter geprägten Masttierhaltung. Genug von der Überfischung der Meere. Von einer Gemüse- und Fruchtproduktion, die rein industriellen Charakter hat und deren Produkte nach nichts schmecken.

Nur Preis (billig) und null Qualität ist nicht für alle Leute das Richtige.

Es gibt viele Leute mit einem sensiblen Geruchs- und Geschmackssinn, die Schrott von "echten" Lebensmitteln trennen können. Dazu muss man möglicherweise in seiner Kindheit diese wahren Geschmackserlebnisse erlebt haben. Ansonsten weiss man nicht, wie eine optimal reife Kirsche oder Tomate riechen und munden sollte.

Vor Jahren waren es die holländischen Gemüse und Früchte, von denen man die Hände lassen musste. Zur Zeit sind es die spanischen. Spanien ist daran sich landwirtschaftlich zu ruinieren. Irgend einmal wird ihnen das Wasser und die Energie für diese Übernutzung der natürlichen Ressourcen ausgehen. Oder es passiert eine andere Katastrophe. Ungeniessbar, geschmacklos sind diese spanischen Produkte in unseren Supermärkten. Wenn man die Landschaft und Umgebung ruinieren will, dann bitte durch die Produktion begehrenswerter Produkte.

Slow Food hat seine Berechtigung. Jedoch zumindest in meiner Region (Nordwestschweiz) für mich etwas zu elitär. Zudem bin ich eh kein Vereinsanhänger.

Trotzdem finde ich wirklich ehrlich, dass man sich möglichst auf den städtischen Farmer Markets mit Produkten der lokalen/regionalen Produktion eindecken sollte.

Es ist nicht nur die Energie, die für den Transport wesentlich kleiner ist, sondern das Leben mit den Jahreszeiten. Im Winter eher dunkle, süsse Geschmacksnoten, im Frühling eine Aufhellung und im Sommer die Explosion, die bis in den tiefen Herbst anhält.

Mit der Zeit lernt man die Produzenten auch persönlicher kennen. Und gewinnt Vertrauen. Es muss nicht Bio sein. Man muss einfach wissen, unter welchen Bedingungen das Hühnchen, die Eier, die Schweins- oder Lammbrust, die Gemüse und Früchte produziert wurden. An einem freien Tag besucht man vielleicht mal den einen oder anderen Hof und macht sich ein eigenes Bild. Man ist an solchen Orten immer herzlich willkommen. Die Produzenten liegen ja meist direkt vor der Stadt.

Staatliche Programme wie zB "1 of 5 a day" in UK haben total versagt, trotzdem führen es viele Super Markets wie M&S weiter. Fürs Essen und deren Qualität ist man selber zuständig. Und das eigene Essen macht den eigenen Körper aus. Schrott seinem Körper zuführen will wohl keiner.

Mit unseren natürlichen Ressourcen sorgfältig umzugehen, ist ein Muss. Nicht nur bei Lebensmitteln. Ich denke dabei auch an persönlichen Transport und Mode (Kleider), ohne übertrieben pragmatisch sein zu wollen. Man sollte einfach beim Konsum an den ökologischen Aspekt denken. Ich weiss, wie schwierig dies in der Praxis sein kann.

Und den sozialen Aspekt nicht auslassen: Wieviel verdient ein afrikanischer Arbeiter auf einer spanischen Gemüsefarm täglich? Oder ein Ledergerber in Indien? Eine Näherin in China?

Überlegt etwas, wenn ihr eures Geld ausgebt.

Für einen lokalen Designer/Schneider oder Bauern etwas mehr hinzulegen als etwas unbefriedigendes aus dem Internet oder Supermarkt einzukaufen, gibt definitiv die grössere Befriedigung.

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