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07.12.2013, 23:42

Männer, traut Euch!

Fragt Euch Eure Nachbarin um Erlaubnis, wenn sie in dieser furchtbar hässlichen Kittelschürze den Müll rausbringt? Hat Euch der Kassierer im Supermarkt gefragt, ob er sich von oben bis unten tätowieren und piercen darf? Hat der Skinhead seine Frisur gemäß Euren Wünschen gewählt? Oder der Taliban-Fürst sich für Weihnachtsmann-Bart und Schlabberlook entscheiden; bzw. seine Frau in den Ninja-Anzug gesteckt, weil Ihr das gut findet? Wohl kaum!

Fragt nicht ständig ob Ihr dürft oder ob es irgendjemandem hier gefallen würde. Hohe Schuhe - und das ist ja bei Männern alles > 2,5cm - sind einfach nur Schuhe. Das hat weder etwas mit Perversion, Fetisch oder Unmännlichkeit zu tun. Natürlich gibt es gesellschaftliche Zwänge - insbesondere im Job. Da kann man in vielen Berufen eben nicht rumlaufen wie man möchte. Aber was Ihr in Eurer Freizeit tut ist Euer Ding!

Aus eigener Erfahrung kann ich Euch nur sagen: traut Euch! Die Welt ist eigentlich viel cooler und gelassener, als man befürchtet. Klar, gibt es hier und da verstohlene Blicke; Gekicher bei den Mädels, homophobe Unterstellungen bei männlichen Pubertätsmitgliedern... vielleicht trefft Ihr noch den ein oder anderen Altnazi, der darauf hinweist, dass man so etwas frührer vergast hätte... pppphhh! Diese Leute entblöden sich ja nur selbst.

Kämpft für Euer Recht, auch mal SCHÖNE Schuhe zu tragen! Schreibt die Hersteller an und bittet um schöne Schuhe in >42; sagt den Kassiererinnen "die sind für mich!" (und versteckt Euch nicht hinter der "Freundin" oder "Schwester"). Geht selbstbewusst und am hellichten Tag durch die Stadt. Zeigt Euch! Wem es zunächst unangenehm ist, vielleicht erst einmal leise Wedges unter der langen Hose - bishin zu Stiefeln über der Hose, usw.
Je mehr sich trauen und Flagge zeigen, desto mehr können wir auch bewegen. Und vielleicht geht den Herstellern/ Händlern dann auch mal ein Lichtlein auf und sie resümieren selber, dass das nicht alles bekloppte Spinner und Perverse sind, die Pumps in 44 kaufen; sondern ganz normale Kunden, die eben keinen Bock haben auf die Altherrentreter in schlammgrau mit eingebautem Blutdruckmesser. Die passend zum neuen Hemd (bspw. in petrol) auch die passenden Schuhe (z.B. Ballerinas) suchen; oder zum schwarzen Smoking eben nicht auch noch schwarze Fliege und Schnürschuhe tragen wollen, sondern sich gegen die anderen "Pinguine" mit einem farbenfrohen Querbinder und dazu farblich passenden Schuhen abheben wollen.

Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße und Herrenmode muss nicht in der Sackgasse enden.

Befreit Euch von dem Gedanken, etwas Verwerfliches zu tun. Das Gegenteil ist der Fall! Mit Eurem Handeln, die Freiheiten der westlichen Welt zu nutzen, beweist und zeigt Ihr einmal mehr, welche enorm großartigen Möglichkeiten wir hier haben!
Wollt Ihr Euch von ein paar engstirnigen Spinnern die Lust am Leben vermiesen lassen? Euch zur Uniformität und Langeweile nötigen lassen?

Bei den Plateauschuhen in den 70ern dachten die Modehäuser auch anfangs, das würden nur Homosexuelle tragen - tatsächlich wurde es Mainstream und somit viel mehr von heterosexuellen Männern getragen.

Wenn die Mode uns keine Angebote macht, bestimmen wir die Mode eben selbst.

Also: rein in die Heels und auf in den Kampf!
:D


Tim82

Styling Experte

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2

08.12.2013, 06:08

Habe den Kampf schon lange aufgenommen und zumindest nicht verloren
Keiner/Keine beachtet mich und schreit mir hinterher :D

3

08.12.2013, 09:32

Hallo Hannes,

coole Ansage, die motiviert!
Mich sogar zu meinem ersten Beitrag in diesem Forum! Vorstellung folgt an geeigneter Stelle.
Auch meine Erfahrung hat gezeigt, alle Gedanken zuvor nützen nichts, machen nur schlechte Gefühle. Was wirklich hilft ist rausgehen und die positiven Erfahrungen machen! Und mit positiv meine ich auch die Erfahrung festzustellen, dass auch mal keiner reagiert oder keinen Kommentar abgibt! Alles ganz normal also.

LG
volker


4

07.03.2014, 18:17

So, hab mal in meinem Profil die Homepage ergänzt. Das dürfte den "Stöckelwilligen" helfen. ;)

Tim82

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5

08.03.2014, 13:09

"Trau Dich" hat wohl heute jemand gesagt. Wir traffen beim Shopping in der City einen Mann, wohl Anfang 30, der über seinen Jeans kniehohe Stiefel trug. Schwarz, spitze Form und ca. 10-12 cm Stieletto-Absatz. Restliches Erscheinungsbild normal männlich. Da er sehr zügig unterwegs war, hatten wir keine Gelegengeit, ins Gespräch zu kommen.

Kommentar meiner Freundin: "Siehst Du den da? Traut sich heute mehr als Du, hast ja nur Deine 9cm Absätze dabei und die Stiefel unter der Hose."

Ok , dann werde ich heute abend zur Party mal auch meine 12er rausholen :thumbsup:

Update nach der Party:

Versprechen gehalten, die 12er über der Skinny-Lederjeans getragen, dazu ultra deep V-Shirt. Und dann tanzte mich da so ein Typ immer mal wieder an. Hat meine Freundin aber sehr deutlich klargestellt :nummer1:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tim82« (09.03.2014, 06:02)



beatled

unregistriert

6

09.03.2014, 12:03

Dass ich selber nicht auf High Heels stehe, dürfte bekannt sein. Jedoch möchte ich niemandem diesen Look vermiesen.

Folgende, spontanen und nicht abschliessenden Gedanken zum Beitrag von Hannes73:

Wie Hannes73 bin ich längst kein Teenager mehr. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie ich mein Leben gestalten und wo mein Platz in der Gesellschaft sein soll. Da ich ein visueller Mensch bin und den Drang habe, mich "unkonventionell" (nicht zu verwechseln mit provokativ!) zu zeigen, war und ist mein persönliches Outfit ein permanentes Thema. Entsprechend waren für mein Leben wegweisende Entscheidungen ausgefallen.

Ich versuche möglichst nicht zwischen Job und Freizeit zu unterscheiden. Ich möchte meine Art auch im beruflichen Alltag ausleben. Immerhin verbringt man dort viel Zeit. Dies ist bei meinem Beruf (Softwareentwicklung) weitgehend möglich, jedoch in die Manager-Etagen schafft man es so nicht. Ich hatte mir dies gründlich überlegt. Jedoch bevorzuge ich bewusst meine Narrenfreiheit.

Wohnort und Freundeskreis sind für ein mutigeres persönliches Auftreten wichtige Faktoren.

Mir fällt auf, dass die Menschen heute früher konform funktionieren müssen als noch vor Jahren. Die zunehmende "Uniformierung" für Jugendliche oder junge Erwachsene empfinde ich als negativ. Muss ein Mensch nur "funktionieren"? Ist er keine Persönlichkeit mehr mit Ecken und Kanten?

Man muss sich überlegen, wo sein Platz in der Gesellschaft sein soll. Sich absolut konform verhalten und berufliche Karriere machen oder sich selber bleiben und sich ausleben. Allzu konform wäre für mich tödlich. Ich brauche meine Freiheit. Dies insbesondere beim Styling.

Es gibt durchaus berufliche Wege, bei denen man sich stylisch ausleben, sich selbst bleiben und trotzdem gut leben kann. Dazu muss man ehrlich zu sich sein, seine wahren Talente kennen, fördern und nutzen.

Die richtigen Freunde finden.

Da ich offen schwul lebe, fallen einem solche Entscheidungen vielleicht einfacher. Die Freunde, die einem dabei unterstützen oder zumindest nicht hemmen, fehlen einem nicht.