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beatled

unregistriert

1

13.09.2014, 16:48

Arbeit und Styling

Viele der Leser mögen noch nicht in den Arbeitsprozess integriert sein, weil sie noch in Ausbildung sind. Meine Ansicht zu Ausbildung: Nutzt sie so lange wie möglich oder ihr sie endgültig müde seid. Versucht in fremdsprachigen Ländern einen Studienplatz, eine Assistenzstelle oder primitive Hilfsarbeit zu kriegen. So erweitert man seinen geistigen Horizont. Das wird euer ganzes Leben prägen.

Ich bin seit längerem nicht mehr in Ausbildung und arbeite in der Software-Industrie. Einen guten Teil meiner Ausbildung habe ich in UK genossen, zudem war meine Familie zweisprachig (ich bin an der deutsch-französischen Sprachgrenze in Basel aufgewachsen und meine Eltern waren zweisprachig).

Viele Software-Firmen haben zumindest in ihrer Entwicklungsabteilung "agile" Methoden eingeführt. So auch meine. Scrum.

Da Scrum team-orientiert ist und ich Scrum Master eines Teams bin, habe ich mein modisches Verhalten etwas angepasst. Ich zeige mich moderater.

Mein Team ist zwar recht jung, mein Aussehen und Erscheinen sollte jedoch die Akzeptanz-Schwelle eines jungen Hetero-Mannes nicht übersteigen. Frauen sind da toleranter.

Das ist eine wichtige Erkenntnis für mich.

Ich sollte Team-Integrator sein und das Team weiter bringen.

Für mich bedeutet es fürs Styling konkret: Frisur wie gehabt (lange über das Gesicht fallende Haare, Seiten kurz), weniger Schminke / Make up, weniger Schmuck, hochpreisige Casual-Bekleidung und -Schuhe.

Da ich bei meinem Styling nicht zwischen Arbeit und Freizeit unterscheide, sehe ich auch in der Freizeit "akzeptabler" aus. Selbst ein Hetero-Mann hätte heute Freude an meinem bewusst schicken Aussehen.

Meinen Liebhaber und Wohngenossen interessieren diese Veränderungen wenig. Und ich bin froh darum. Gegenseitige Liebe und Zuneigung ist etwas Anderes als optische Aufmache.

Hat jemand von euch ebenfalls solche Anpassungsprozesse erlebt? Für mich war es kein negatives Erlebnis.

Wichtig beim Styling: Welche Rolle will man einnehmen.


Tim82

Styling Experte

  • »Tim82« ist männlich

Beiträge: 493

Beruf: kaufm.Angestellter

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2

14.09.2014, 02:17

Stimme Dir da weitgehend zu. Im Job muß man sich zurücknehmen und ggfs. abweichend vom Freizeitverhalten zeigen.
Bin auch selber Teamleiter und muß mir ebenfalls eine gewisse Akzeptanz in einem Team von 12 Personen im Alter von 25 - 60 erhalten. Bis auf den 60er, der sehr dörflich in seiner Ansicht und seinem Verhalten geprägt ist, sind alle anderen, darunter leider nur eine Frau, sehr offen und tolerant, teilweise mit sehr eigenem Style von extrem sportlich bis konservativ und flippig.

Ja nachdem welche Teambesetzung ich aktuell habe und welche Dinge anstehen, variere ich entsprechend in meiem Style. Offizielle Anlässe jetzt mal aussen vor gelassen, wo schon traditionellere Dinge wie Krawatte etc erwartet werden. Dennoch bin ich auch dann nicht der Typ weißes Hemd, dunkle Krawatte, graues Sakko., graue oder schwarze Hose, schwarze Standard-Schuhe. Auch hierbei kann man moderne Elemente einfliessen lassen und sich kreativ zeigen.

Letztens erklärte mir eine Mitarbeiterin eines neuen großen Kunden unseres Hauses, sie freue sich nicht nur wegen der fachlichen Kompetenz des Teams auf eine gute Zusammenarbeit sondern auch wegen meiner von der Norm abweichenden Auffassung von einem männlichen Business-Dress und hoffe, mich nun öfter persönlich begrüßen zu dürfen. Ich trug an dem Tag schwarze Sportsneaker, eine schwarze Hose im Jeansschnitt, aber keine Jeans eben, die bei mir sowieso besser sitzen, ein blaues slimfit Hemd mit Krawatte und ließ das Sakko mal locker weg. Im Laufe der Gespräche wanderten die Ärmel dann weiter hoch und sie freute sich zunehmend. Die Kollegen aus anderen Bereichen in der Besprechung natürlich voll traditionskonform am Tisch, hatten bei der Entscheiderin unseres Kunden aber ganz schnell verloren und ich war der Held :)

Im "Normalbetrieb" aber sind schon diverse Varianten erlaubt und gerne gesehen. Lederhose und Cowboyboots geht durchaus mal, Jeans und Turnschuhe mit v-neck oder Pullover (trage ich nicht :) / sportliches Hemd ist ebenso kein Problem an manchen Tagen.

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