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beatled

unregistriert

1

01.12.2013, 15:57

Winter 2013/14

Geistig befasse ich mich mehr mit der kommenden Sommermode als mit der heutigen Wintersaison. Das ist meine Art. Ich denke immer voraus. Baue mir meine Welten auf.

Diesen Winter, um auf die Gegenwart zu kommen, gebe ich mich eher schick. Nicht unbedingt im klassischen Sinn. Ein Mix von hergebrachter Eleganz und bewusster Schlampigkeit.
Dazu kommt mein ewiger Kampf zwischen meiner ausgeprägten weichen, weiblichen Seite und dem doch klar Mann sein wollen.

Optisch äussert sich dies von oben nach unten in etwa so (nicht jeder Tag ist gleich):
Haarfarbe: Langweiliges Dunkelbraun. Immer noch Undercut. Extrem lange Strähnen ins Gesicht (Pony). Bis über die Nasenspitze.
Viel Ohrschmuck.
Gesicht gut und gekonnt geschminkt. Je nach Anlass mehr oder weniger.

Beim Oberkörper wird es männlicher. Hemd. So kurz geschnitten, dass man es nicht in den Hosenbund stecken kann. Meine Hemden reichen gerade bis zum Gurt der Hose. Körpernah geschnitten.
Krawatte. Häufig nur 2.5 cm schmal. Flüchtig gebunden und oberster Hemdenknopf offen.
Ärmel immer hoch gekrempelt.
An den Armen und Fingern viel Schmuck. Ich liebe Schmuck.
Sakkos mag ich nur in sehr leichten Stoffqualitäten. Hier jedoch gerne Farbe. Ärmel meist aufgekrempelt. Weisses oder schwarzes Hemd, farbiges Sakko und passende Krawatte.
Jeans meist vom Typ skinny. Hosenbeinenden in den Boots. Die Boots aus Leder und nicht allzu hoch (bis über die Knöchel). Bevorzugte Lederfarbe: schwarz.
Die Lederjacken, die man momentan wegen der Kälte braucht, ebenfalls schwarz. Wenn Lederhosen, dann schwarze.

Ich bin schwul und stehe dazu. Ich zeige meine weibliche Seite ebenso klar in meinem Äusseren und Verhalten wie meine männliche. Offenheit hat sich für mich bewährt. Besonders Frauen haben damit kein Problem. Ich wirke auf Frauen jeden Alters wie ein Magnet, obwohl ich nie den ersten Schritt tue.

Dass ich mit meiner Lebensart und meinem Styling anecke, ist klar. Jedoch will ich ehrlich zu mir selber sein und passe mich nicht beliebig an. Mit meinem Styling lege ich meiner Umgebung ganz klar offen, wer ich bin und wie ich empfinde.


2

02.12.2013, 23:26

Ich denke auch immer sehr im Voraus. Momentan befasse ich mich mit der Herbstmode 2018 ;-)

Spass beiseite....danke für Dein Statement!

Ich habe einen Bürokollegen der aufgrund seines Aussehens für mich 100% schwul sein muss: er kommt manchmal ganz in rosa gekleidet arbeiten, hat farbige Socken usw. Einfach viele bunte Farben aber alles immer bewusst kombiniert. Er hat jedoch eine Freundin! Ich denke jeder Mann hat auch eine weibliche Seite, dies muss nicht zwingend mit der sex. Orientierung zu tun haben.

Meinen Rat an Dich: schön, dass Du so selbsbewusst auftrittst! Jedoch passe auf, dass es nicht zuviel des Guten wird. Wenn man zu offensiv seine schwule Seite zeigen will, dann kann das schnell auch schlecht rüberkommen. Ansonsten ist ja heutzutags vieles erlaubt und es sollte eigentlich gar nicht erwähnt werden, von welcher sexueller Ausrichtung man ist. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Du doch noch einen ungelösten Konflikt mit Dir herumträgst, wenn Du Deine Orientierung in einem Mode-Forum so offen kommunizieren musst. Aber dies ist überhaupt nicht böse sondern nur als Reaktion auf Dein Statement gemeint.

Viele Grüsse
Franz

3

03.12.2013, 13:18

Warum muss eigentlich alles ausserhalb einer modischen Norm (gibt es die?) homosexuell veranlagt sein oder eine weibliche Seite haben? Müssen Männer immer Kerle sein? Im Gegenteil, der typische Klischee-Leder-Homo zeigt sich doch alles andere als weiblich.
Warum muss deshalb jemand der rosa, pink und bunte Socken trägt nicht ausreichend männlich sein?

Ein rosa oder pinkes Shirt oder Pullover (V-Ausschnitt, mit weissem Hemd drunter oder ohne) zu einer dunkelblauen Hose (Jeans), dazu brauner Gürtel, braune Schuhe (Vintage) passt doch derzeit ideal.
Farbige Socken als Farbtupfer sind doch mal ein Statement.

Dass Frauen Hosen tragen, kam irgendwann mal einer Revolution gleich. Dass Männer Röcke tragen .... davon sind wir im Prinzip noch Lichtjahre entfernt. Ich als Stock-Hetero kombiniere gerne weibliche mit männlicher bzw. unisex Kleidung. Dabei muss ich gar nicht mal einen Rock tragen. Shorts mit Strumpfhose würde mir da zur Gleichberechtigung schon ausreichen. Aber ich mache es nicht. Es wäre nicht akzeptiert. So muss mir ja schon doofe Sprüche anhören, wenn ich kniehohe Herrenstiefel über der Hose trage ....

Ansonsten erkenne ich von mir viel bei beatled wieder. Die Hosen werden immer enger, Beinende in den Boots, zumindest vorne und enggeschnittene Oberteile. Lederjacken in mehreren Farben. Lederhosen in schwarz.


4

03.12.2013, 20:39

Ob ein Mensch ein Mann ist oder nicht ist aus meiner Sicht erst einmal abhängig vom biologischen Erbgut - und dass sich das in Abhängigkeit von der Kleidung ändert wage ich erst einaml zu bezweifeln. Zudem stelle ich mal ganz provokant eine Frage in den Raum: Bei welcher Kleidung gilt heute eine Frau als lesbisch? Wenn sie Hose trägt wohl kaum ... (auf eure Vorschläge bin ich mal gespannt)

Ich sehe es ähnlich wie vino, aber auch wie beatled, wobei ich bisher erst einen "unpassenden" Kommentar von zwei Mädels gehört habe, der aber weniger wertend sondern eher überrascht war.

Die Sockenfrage ist bei mir im Moment ohnehin draußen zweitrangig, da man sie aufgrund meiner Stiefel ohnehin nicht sieht.

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