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1

01.12.2012, 12:46

rote Fussnägel

Hallo Leute,

insgesamt bin ich nicht so der Styling-Typ, habe aber so ein Faible für lackierte Fussnägel, ganz besonders in Rot. Vor einiger Zeit habe ich dazu die Scheu verloren und lasse mir meine Zehen regelmäßig im Nagelstudio permanent rot gelen und bessere mit der Zeit mit rotem Nagellack nach. Im Sommer trage ich dazu gerne Sandalen oder Flipflops, ich bin ledienschaftlicher Schwimmer und Saunagänger. Abgesehen von interessierten Blicken habe ich noch keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht, eher im Gegenteil. Meine Frau findet meine roten Zehen auch gut. Zwar habe ich auch schon viele andere Farben ausprobiert, Rot gefällt mir aber einfach am besten.

Was meint ihr?

Grüße
Jack
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2

01.12.2012, 17:40

why not Hauptsache dir gefällt es oder? Gefallen dir lackierte Nägel nur an dir oder auch an der Partnerin bzw. an anderen? ;-)

3

05.12.2012, 14:20

nicht mein fall.

ich meine: irgendwie beschleicht mich auch bei dieserstyling-idee der gedanke, dass hier so mancher mann - warum und in welchem ausmaß auch immer - lieber eine frau wäre ...


4

06.12.2012, 10:59

Ist eine Frau auch ein Mann, wenn sie Business Looks von Männern trägt und andere typische Männersachen? Naja viel zu einfach so was zu behaupten! Früher waren farbige Klamotten auch fast nur für Frauen und was ist heute :D

5

06.12.2012, 14:23

zu "Ist eine Frau auch ein Mann, wenn sie Business Looks von Männern trägt und andere typische Männersachen? ":

In diesem Fall käme ich auf denselben Gedanken.

zu "Früher waren farbige Klamotten auch fast nur für Frauen ..."

Wie bitte? Woher hast du das denn?


6

08.12.2012, 13:09

"Ist eine Frau auch ein Mann, wenn sie Business Looks von Männern trägt und andere typische Männersachen?"

1970 löste Lenelotte von Bothmer einen Skandal aus als sie im Hosenanzug im Bundestag erschien und auch noch eine Rede hielt. Auch wenn Marlene Dietrich schon Hosenanzüge für sich schneidern ließ hatte eine seriöse Frau gefälligst in Rock oder Kleid zu erscheinen. Hosen wurden an Frauen zwar toleriert, galten aber nicht als gesellschaftsfähig.

Was farbige Kleidung angeht, so war es bis vor gar nicht so langer Zeit so, daß das eine reine Frauenangelegenheit war. Die Geschichte der Mode fängt schließlich nicht erst in den 60er und 70er-Jahren an. War der Mut zur Farbe anfangs eher etwas für Künstler (die hatten schon immer eine gewisse Narrenfreiheit), durfte man sich später auch als Mann in „Farbe“ sehen lassen ohne als unseriös zu gelten. Sommeranzüge bildeten da zwar schon früh eine gewisse Ausnahme, aber auch da durften es nicht zu knallige Farben sein. Bei den sogenannten Gesellschaftsanzügen und im klassischen Businessbereich gilt heute noch das Gebot der dunklen gedeckten Farbgebung.

Nach der modischen Extravaganz der Zeit des Adels (das einfache Volk war mit wichtigerem als Mode beschäftigt) setzte etwas ein das man vielleicht als „Demokratisierung der Mode“ bezeichnen kann. Der Adel war nicht mehr das Maß der Dinge und die bis dahin einfachen Bürger wollten auch gut gekleidet sein. Unter diesen Bedingungen fand zwangsläufig eine Vereinfachung der Mode statt. Einige modische Komponenten wurden aus der Welt des Adels übernommen, während andere (vermutlich auch aus Kostengründen) fallen gelassen wurden. Einen weiteren Schub in Richtung Vereinfachung und Konformität gab es dann im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung als sich der Anzug mit Krawatte auf breiter Front durchsetzte.

Um zum Thema Nagellack zu kommen:
Obwohl Nagellack ursprünglich für Frauen erfunden wurde sehe ich keinen Grund warum Männer nicht ebenfalls ihre Nägel lackieren können sollten. Dabei steht natürlich der persönliche Geschmack auf der einen Seite und die gesellschaftliche Akzeptanz auf der anderen Seite unter Umständen in einem gewissen Gegensatz. Hier kommt es auch auf das Bild an welches man von sich vermitteln möchte, bzw. ob der gewählte Look in seiner Gesamtheit stimmig wirkt. So werden schwarz oder allgemein in dunklen Farbtönen lackierte Fingernägel bei jemandem der der Gothic-Szene zugerechnet wird (erst recht wenn die restliche Kleidung tendenziell zu diesem Bild paßt, da kann es schon ausreichen überwiegend in schwarz gekleidet zu sein) kaum großes Aufsehen erregen. Wenn dagegen Herr Meyer der stets „korrekt“ gekleidet erscheint plötzlich lackierte Fingernägel hat ist der Aufmerksamkeitswert schon sehr viel höher.

Lackierte Fußnägel können da durchaus ein Mittelweg sein. Wenn diese zu sehen sind ist das immerhin grundsätzlich einkalkuliert oder gewollt.

Ich finde es übrigens eher witzig, wenn bei diesen und ähnlichen Fragestellungen gerne mal der Verdacht in den Raum gestellt wird, daß der betreffende Mann insgeheim lieber eine Frau wäre. Ich habe jedenfalls manchmal den Verdacht, daß derartige Fragen vielleicht auch gestellt werden um über die Mechanismen der sozialen Kontrolle eine gewisse Konformität herzustellen. Dabei möchte ich nicht einmal eine bewußte dahingehende Absicht unterstellen. Soziale Mechanismen laufen oft auch eher unterbewußt ab.

beatled

unregistriert

7

08.12.2012, 19:52

Earendil, du kaust vielleicht zu sehr in der Geschichte herum. Nichts gegen Geschichte. Die macht ja unsere Persönlichkeit und Identität zu einem guten Teil aus.
Als Schweizer hat man vielleicht ein anderes Verhältnis zum Adel: es macht die Schweiz aus, dass eine kulturell sehr heterogene Region sich bereits im späten Mittelalter begonnen hat, gegen den Adel aufzulehnen. Zuerst in kleinen Schritten, jedoch die Französische Revolution von 1789 mit dem Sturm auf die Bastille in Paris brachte die endgültige Befreiung und danach nach Jahrzehnten von Turbulenzen den modernen Staat von 1848.
Hier geht es jedoch nicht um Geschichte sondern um rot lackierte Zehennägel.
Zur Zeit ist meine Meinung in Sachen Styling die, dass man als Mann Extreme eher meiden sollte. Dies ist eine momentane Meinung.
Ihr könnt auf dieser Site nachlesen, dass ich vor noch nicht allzu langer Zeit meine Fingernägel gerne lackierte. Zwar nicht rot sondern mit dunklen Farben. Quasi meine Emo-Epoche.
Zur Zeit finde ich modisch eher klassische Looks an mir geiler. Nichts Langweiliges. Sondern eben die aktuelle Mode persönlich interpretiert. Und ich befasse mich sehr ernsthaft mit der Modeszene. Insbesondere mit derjenigen von Paris.
Rot lackierte Zehennägel sind zur Zeit bei Männern sicherlich kein Modethema. Man grenzt sich damit bewusst aus. Dies kann ja gewollt sein.
Ausgrenzung finde ich schlecht. Der Mensch ist von Natur aus ein Herdentier. Als ich meine Fingernägel bepinselte, da waren viele Gleichgesinnte unterwegs.
Man sollte sich bewusst stylen, den Körper perfekt pflegen und sich gesund ernähren, jedoch sein äusseres Erscheinungsbild dem Zeitgeist anpassen.
Vieles dabei hängt natürlich vom Alter und den Erfahrungen der einzelnen Person ab.


8

08.12.2012, 21:14

Es ging mir weniger um Rechtfertigungen, sondern mehr um eine simple Tatsache die gerne vergessen wird. Ich gebe allerdings zu, daß das nicht so deutlich rüberkam:

Mode ist vor allem abhängig von dem, was man im Allgemeinen "Zeitgeist" nennt. Was gestern noch modisch war kann heute schon "out" sein und morgen völlig "untragbar". Das war vor allem auf die alte Diskussion gemünzt, ob ein Mann bestimmte modische Ausdrucksformen (wie eben lackierte Nägel) nutzen "darf" und was das über ihn (oder seine geschlechtliche Identität) aussagt.

Was Styling generell angeht wage ich zu behaupten, daß Mode eigentlich immer bedeutet, sich selbst abzugrenzen. Zumindest gilt das meines Erachtens für die jeweils aktuelle Mode wie sie auf den Laufstegen präsentiert wird. Wer sich nicht ausgrenzen, nicht vom Mainstream abheben will, der braucht sich mit den aktuellen Kollektionen eigentlich gar nicht befassen, weil diese, so wie sie sind, niemals bei der Masse ankommen. Der modische Geschmack des Mainstream wandelt sich eher langsam und ist mehr Evolution als Revolution. Bei den Frisuren ist der sogenannte Undercut ein schönes Beispiel: Erst trugen ihn nur wenige die sich mit ihm eben ganz bewußt von der großen Masse abgrenzten, dann nahmen "Multiplikatoren" die Neuheit auf und propagierten sie quasi, und jetzt ist er bei der Masse angekommen und stellt nichts besonderes mehr dar.

Man könnte jetzt aus dem geschriebenen schließen, daß ich prinzipiell nichts von konformem Verhalten (in Sachen Styling) halte, aber das ist nicht der Fall. Modische Konformität kann durchaus hilfreich sein. Wer sich nicht ganz sicher ist welchen Style er pflegen sollte, sollte sich informieren wie die vorherrschende Mode in der Zielumgebung ist und sich dann einfach danach richten. Auf diese Weise wird er im Normalfall stets auf der sicheren Seite sein.

Modische Ausgrenzung kann, maßvoll eingesetzt, aber durchaus nützlich sein weil sie auch eine Botschaft enthält. Sie betont die eigene Individualität im Gegensatz zum Mainstream. Als Botschaft transportiert sie ganz bewußt sowohl Unabhängigkeit als auch Selbstbewußtsein. Die Kunst dabei ist, das Gegenüber (ob es sich nun um eine Gruppe oder einen Einzelnen handelt) nicht vor den Kopf zu stoßen.

Tendenziell bin ich eher gegen den Herdentrieb eingestellt. Ich kann mit Konformismus jeglicher Art nicht allzuviel anfangen, was durchaus mit meiner Biografie zusammenhängen mag. Als jemand der in der Schulzeit selbst ausgegrenzt wurde habe ich recht früh gelernt mein eigenes "Ding" zu machen. Die Tatsache mit einem (erst spät erkannten) Asperger Syndrom (eine Abweichung im Autismusspektrum) ausgestattet zu sein war da auch nicht unbedingt besonders hilfreich.

Was jetzt speziell lackierte Fussnägel angeht so fällt mir kein Grund ein der dagegensprechen könnte. Relevanz im Sinne der Arbeitswelt besteht eher nicht, weil man dort (jedenfalls als Mann) eher nicht mit sichtbaren Fußnägeln herumläuft. Bleibt noch der Freizeitbereich, und da muß jeder selbst entscheiden welche Ausdrucksformen er nutzt oder nicht nutzt. Ich selbst würde vermutlich eher kein Rot sondern mehr dunkle Farben (Richtung Schwarz gehend) nehmen, aber das kommt auf den individuellen Geschmack an.

9

09.12.2012, 20:26

neues Buch > Metro

guckt mal hier ...

http://www.amazon.de/Metrosexualit%C3%A4…55081156&sr=8-1

... mal ne andere Sichtweise.

Viele Gruesse, GM


10

30.08.2013, 13:57

Jeder wie er will. Ich finde es an einem Mann nicht im geringsten erotisch, aber deswegen würde ich es nicht verbieten. Für mich ist das höchste der Gefühle Klarlack auf den Nägeln, damit sie schön glänzen. Bei Frauen ist das natürlich was anderes. Da darf es ruhig schön rot sein.

Chico

Styling Anfänger

  • »Chico« ist männlich

Beiträge: 9

Wohnort: Berlin

Beruf: Mediengestalter

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11

16.12.2013, 17:05

Dito! Rot bei Frauen ist natürlich super!
Aber Jeder hat da so andere Präferenzen, von daher ist es doch völlig OK!
Money rules the world. Next to your mom :P


12

19.02.2014, 12:41

Wir haben uns als Menschen so dermaßen von Medien und dem Ego/Neid anderer Menschen "umerziehen" lassen, das einen schon gruselt.
Am Ende des Tages zählt nur eines, und zwar, das das Individuum glücklich und zufrieden mit sich selbst ist. Der eine ist es in natura, der andere mit bunten Bildchen und Löchern in der Haut, der andere wiederrum lackiert und geschminkt. Ich bin nicht die Marke "Nagellack", aber ich kann den Wunsch nachvollziehen. In diesem Sinne: "More Power to You!" :nummer1:
Ich bemitleide jeden einzelnen, der lieber Zeit damit verbringt, andere mit seinen Äusserungen "zu beharken" anstatt selbst kreativ und happy mit sich selbst zu sein. ;)

Steve