Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Men Styling das Metrosexuelle Forum für Männer Metrosexualität Fashion. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

beatled

unregistriert

1

23.11.2011, 20:08

Mann und Make-up

Ich habe das Gefühl, dass viele Männer keine oder eine falsche Vorstellung davon haben, was Make-up ist. Dass meine Gedanken zu diesem Thema subjektiv sind, ist ja allen Lesern klar. Jeder darf anders denken.

Ich bleibe in diesem Beitrag bewusst abstrakt. Es folgen in diesem Thread wahrscheinlich noch praktischere. Jedoch habe ich mir vorgenommen, auch in den kommenden Beiträgen nicht zu konkret auf einzelne Produkte einzugehen. Dieses Haul-Zeug geht mir nämlich auf den Wecker. Da kauft sich irgendein Dösel etwas und meint, er müsse der Welt erklären, dass er das absolute Spitzenprodukt erworben hätte. Wer sich etwas umsieht, weiss, wie vielfältig das Kosmetikangebot ist. Da hat kein Mensch mehr den Überblick. Zudem ist Schönheitskosmetik etwas sehr Individuelles. Was ich toll finde, muss für euch nicht das Richtige sein. Da kommt es stark auf die Erwartungshaltung an, wie viel Erfahrung man mit vergleichbaren Produkten hat etc..

Wie ich bereits in anderen Artikeln geschrieben habe, hatte ich in jungen Jahren damit begonnen, mich zu schminken. Damals faszinierte mich die Welt der Farben und das Spiel damit. Heute, wo ich älter bin, drücke ich mit meinem Make-up meine Persönlichkeit optisch aus. Das sieht nicht schrill aus, sondern ich betone mir positiv erscheinende optische Eigenschaften und unterdrücke andere. Es geht um die bewusste Gestaltung des Gesichts und wie es die Mitmenschen wahrnehmen sollen.

Dazu muss man sich kennen. Setzt also ein gewisses Alter voraus. In jungen Jahren soll man frei herumspielen; so lernt man sich auf dieser Ebene kennen. Und auch die Schminktechniken und deren Basics. Erfolgreiches Schminken ist primär Übungssache.

In jungen Jahren schminkt man sich als Mann meistens für den Auftritt an Parties. Wenn man sich wie ich täglich schminkt, geht es weniger grell zu und her. Vor allem muss das Make-up tageslichttauglich und für die Arbeit geeignet sein.

Historisch gesehen haben sich Männer bis zum "bürgerlichen" Zeitalter (Ende 18. JH / Französische Revolution) immer geschminkt. Ich denke, dass es Zeit wird, diese Tradition wieder aufzunehmen. Die Tools dazu haben sich seit jener Zeit massiv verbessert. Wieso soll Mann seine optischen Vorzüge nicht betonen dürfen?

So wie man Make-up heute versteht, ist es im Unterschied zu früheren Jahrhunderten etwas sehr Individuelles. Man versucht mit Make-up die eigene Persönlichkeit zu betonen.
Lasst euch dabei nicht von den vielen schlecht geschminkten Frauen irritieren.

Zugegeben: Wenn man sich als Mann in der heutigen Gesellschaft täglich schminkt, muss man etwas eitel sein. Aber solche Leute gibt es. Und ich gehöre dazu. Wenn ich mich umschaue, bin ich bei weitem nicht der Einzige. Ihr könnt mit Make-up enorm viel aus euch herausholen. Glaubt es mir. Mehr als mit Kleidern oder Accessoires.

Die Motivation für Make-up sollte also nicht das Bedürfnis sein, unreine oder gar kranke Haut zuzukleistern, sondern der Wunsch, sein Gesicht bewusst zu gestalten. Die Aufmerksamkeit der Mitmenschen gezielt auf gewisse Gesichtselemente (zB die Augen) zu lenken und dadurch von anderen Elementen, die möglicherweise weniger vorteilhaft proportioniert sind, abzulenken.

Man kann mit Make-up auf einfache Weise das Gesicht runder, kantiger, schmaler oder was auch immer erscheinen lassen. Dasselbe gilt für die Nase, die Augen, den Mund, die Stirn, die Gesichtsproportionen.

Macht von euch Porträtaufnahmen, nicht nur frontale sondern auch aus schrägen Winkeln. Beurteilt die Fotos selbstkritisch. Wenn ihr mit euch ehrlich seid, werdet ihr auf diese Weise Optimierungspotential ausmachen.

Voraussetzung für Make-up ist gesunde Haut. Jedem mit Hautproblemen rate ich dringend davon ab, Make-up anzuwenden, ausser der Arzt erlaubt es explizit.

Von Vorteil achtet man darauf, dass die Haut eher trockenen Charakter aufweist. Wenn man von den hormonellen Störungen vieler junger Männer absieht (siehe meinen Artikel zu Akne), erreicht man eine eher trockene oder normale Haut mit vernünftiger Ernährung, genügend frischer Luft etc.. Was halbwegs gesund ist und was weniger, kennt ihr ja.

Der Nachteil von zu fetter Haut bei der Anwendung von Make-up ist, dass die Haut nach wenigen Stunden beginnen kann, unappetitlich zu glänzen. Sollte dies der Fall sein, dann trägt vor dem Make-up keine (fetthaltige) Gesichtscrème und keinen Primer auf. Verwendet eine Foundation, die für fette Haut geeignet ist. Es gibt viele Hersteller, die den empfohlenen Hauttyp auf ihren Produkten explizit deklarieren. Sollte dies nicht der Fall sein, dann sollte der Verkäufer oder die Verkäuferin darüber Auskunft geben können.

Wenn man Make-up anwendet, wirken andere Pflegesünden umso störender. Also perfekt gezupfte Augenbrauen, keine sichtbaren Härchen auf der Nase oder gar in den Nasenlöchern. Frisur!

Bei der Bartpflege gibt es keine Einschränkungen. Ob Dreitagebart oder richtiger Bart: Er sollte gepflegt wirken, da dies ansonsten mit der übertriebenen Hautpflege ein widersprüchliches Bild ergäbe. Im Zweifelsfall die Barthaare glatt abrasieren, obwohl Bärte diesen Winter angesagt sind.

Ähnliche Themen