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beatled

unregistriert

1

06.08.2011, 20:25

Styling und Mann bleiben

Wie schafft ihr das?

Ich versuche es schon gar nicht mehr. Eigentlich ist mir das ganze Getue, dass man männlich auftreten soll, völlig egal. Ich trete so auf, wie ich mir gefalle.

Ich möchte mich schöner zeigen, als mich die Natur gemacht hat. Also greife ich ganz tief in die Kosmetikkiste. Da gibt es unendlich Vieles, das einem verschönert.

Dass dies nicht dem Standardverhalten eines Mannes entspricht, weiss ich. Aber muss man Standard sein? Ich möchte es auf alle Fälle nicht.

Wie sehr kümmert ihr euch darum, was die Mitmenschen von eurem Auftritt halten könnten? Bemüht ihr euch, möglichst konform zu bleiben oder wagt ihr euch selbst zu sein? Oder habt ihr diesen Drang nach Schönheit gar nicht?

Ich finde Schönheit und Mann sein schliessen sich nicht aus. Als Mann darf man zu den gleichen Hilfsmitteln greifen wie Frauen. Seht ihr das anders?

Ich weiss, nicht jeder Typ ist gleich. Mir persönlich bedeutet Schönheit sehr viel. Ich investiere viel Zeit und Mittel, um mich schön zu machen. Es kann nicht jeder Mensch gleich sein. Für eitle Männer wie mich, muss man jedoch auch Verständnis haben. Man ist einfach so, wie man ist. Wieso sollte man sich da anders geben?


2

06.08.2011, 20:28

Gar nicht.. ich bin alles außer ein richtiger Mann oder eine Frau :D .. mache mir längst keinen Kopf darum. Das war früher stärker das Gefühl allen was recht zu machen. Nun habe ich nicht mal Zeit darüber nachzudenken.. es wird gemacht was mir spaß bereitet :beer:. Wer mit mir so nicht zurecht kommt wie ich bin ist kein Freund.. ;)

Mister GaGa 94

Styling Anfänger

  • »Mister GaGa 94« ist männlich

Beiträge: 33

Wohnort: Niedersachsen

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3

06.08.2011, 21:53

Interessantes Thema.

Ich sehe das ähnlich wie du beatled, über Styling und Pflege mach ich mir ebenfalls keine Gedanken wie das bei anderen ankommt, genauso wenig ob die

Mode die ich trage männlich oder unmännlich rüberkommt. Für mich stellen weiblich und männlich Eigenschaften keine Gegensätze da, sondern ich lasse sie

bewusst bei mir beide zu. Vom Denken her bin ich eher weiblich und lehne deswegen das männliche Machogehabe ab, genauso wie die männlichen

Ansichten gegenüber Frauen als Objekt.

Vom Wesen her bevorzuge ich klar Frauen, da sie mir wesentlich reifer erscheinen. Bei den Männern habe ich meistens das Gefühl, besonders in meinem Alter, das

sie mir zu sehr 'mit dem Schwanz' denken. Problematisch ist es auch, wenn man in genauso einer Männergesellschaft sich aufhält, dann muss man sowas öfters ertragen.

Als Homosexueller ist man in einer Männergesellschaft, jedenfalls in meinem Alter, komplett verloren. Die Männer sind homophober eingestellt als die Frauen. Deswegen halten sich

Homosexuelle, die eher weiblicher eingestlellt sind, eher in Gesellschaft von weiblichen Jugendlichen auf.

Wenn man jedoch sich als Metrosexueller ,wie ich es bin, in einer Männergesellschaft aufhält die nicht aus Gleichgesinnten besteht, sondern aus 'richtigen Männern', kann

dies meist genauso problematisch sein. Das trifft dann oft auf Unverständnis; weibliche Attribute werden hier noch oft oder auch in der gesamten modernen

Gesellschaft als Schwäche angesehen und sind deswegen verpönt.

Meine Freunde haben mit meiner femininen Einstellung kein Problem, denn welche die damit ein Problem haben oder dumme Kommentare machen halte ich nicht für richtige Freunde.
I’m a bad kid and this is my life
One of the bad kids, don’t know wrong from right


beatled

unregistriert

4

13.08.2011, 16:54

Von mir möchte ich nicht behaupten, dass ich mit meinem Styling bei den Leuten nicht ankommen möchte. Ist natürlich die Frage bei welchen. Selbstverständlich möchte ich mal primär mir selbst gefallen. Nur so ist man mit sich zufrieden. Aber die Botschaft meiner Bemühungen soll auch rüberkommen. Und das gelingt mir, denke ich, recht gut.

So typische Jugendprobleme mit der Selbstfindung und Gruppenzwang kenne ich in meinem Alter nicht mehr. Wenn man über dreissig ist, weiss man langsam, wer man ist und wie man sich zeigen will.

Im jugendlichen Alter orientierte ich mich an den Mädchen. Und die akzeptierten mich. Für sie war meine Art kein Problem. Lustobjekte waren Mädchen (oder Frauen) für mich nie. Irgend mal erwacht dann das Sexbedürfnis. Und das konnten bei mir nur Männer befriedigen.

Dass ich im jugendlichen Alter an gleich gesinnte Jungs ran kam, besuchte ich Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen der Homosexuellen Arbeitsgruppe (Verein). Gibt es in der Schweiz in jeder Stadt. Dort lernt man sensible Jungs, die ähnliche Probleme wie man selber hat, kennen. Und man schliesst Bekanntschaften, erste Sexabenteuer nicht ausgeschlossen. Heute sponsere ich den Verein gerne mit meinem Jahresbeitrag, obwohl ich kein aktives Mitglied mehr bin. Der Verein hat mir jedoch viel auf den Lebensweg mitgegeben. Und er tut es heute noch für viele. Nicht nur für Jugendliche.

Von der Art her scheinst du mir Mister GaGa 94 sehr ähnlich wie ich zu sein. Der wesentliche Unterschied sehe ich im Alter und in den dadurch gemachten Erfahrungen.

Auf alle Fälle unterstütze ich deine Ansicht über Frauen. Naturgegeben betrachte ich sie nicht als Sexobjekt. Sie kommen mit Typen wie mir einfach klar. Und ich mit ihnen.

Frauen, die einem in seiner Art bestätigen, und ein Verein wie die Homosexuelle Arbeitsgruppe helfen einem sehr, zu sich zu finden. Ich persönlich bin beiden Elementen sehr dankbar. Man muss als Jugendlicher einfach seine Persönlichkeit finden. Und kommt sie auch etwas neben den Standard zu liegen. Hauptsache, man findet seinen Weg und weiss, was man tut und weshalb.

Mit zunehmendem Alter nimmt der Gruppenzwang und der Druck auf Konformität ab. Man ist freier bei der Wahl des Freundeskreises. Einen engen Verbund wie eine Schulklasse gibt es nicht mehr. Insofern schaust du einer positiven Zukunft entgegen.

Das Schlimmste finde ich, wenn man so schrittweise Kompromisse eingeht. Man soll so authentisch bleiben, wie man geboren wurde. Alles andere rächt sich später im Leben.